Tipps für besseres Zuhören
- Halten Sie den Mund. Ernsthaft. Man kann nicht zuhören und reden zur selben Zeit. Also lassen Sie den anderen erst einmal aussprechen.
- Entspannen Sie. Und zwar nicht nur sich, sondern die ganze Atmosphäre. Wie Sie dreinschauen, ob Sie mit dem Kopf nicken oder schütteln – all das wirkt natürlich auch auf Ihr Gegenüber. Und damit, ob er Ihnen wirklich etwas Gehaltvolles erzählt (was fürs Zuhören irgendwie hilfreich wäre) oder sich nur in Smalltalk übt.
- Stellen Sie Fragen. Zuhören ist tatsächlich eine aktive Strategie. Man sollte sie nicht mit Schweigen verwechseln. Gute Zuhörer stellen zum Beispiel klärende Fragen. Sie fragen nach, wenn sie etwas nicht verstanden haben und wiederholen dabei mit eigenen Worten, was sie verstanden haben: „Sie sagen also, dass…?“ Dabei geht es ihnen nicht darum, wiederzukauen, sondern den anderen wirklich zu verstehen, seine Emotionen, seine Motive zu erfassen. Ihr Zuhören ist damit eine Form von Empathie und emotionaler Intelligenz.
- Halten Sie permanent Blickkontakt. Achten auf die Körpersprache Ihres Gegenübers. Registrieren Sie Mikrogesten oder sein nervöses Fußwippeln unter dem Tisch. In manchen Situationen dürfen Sie sogar darauf eingehen: „Entschuldigung, mache ich Sie nervös? Sie zittern so…“ Wenn Sie das behutsam und freundlich tun, öffnet das den anderen für sie, denn er fühlt sich ernst genommen – und Sie genießen sofort mehr Vertrauen.
- Quasseln Sie nicht dazwischen. Und vervollständigen auch nicht seine Sätze. Das ist respektlos. Gute Zuhörer sind sogar in der Lage, Stille auszuhalten und ihr zu lauschen, während der andere noch um Worte oder Fassung ringt. Dadurch führen sie das Gespräch, selbst wenn sie nichts sagen.
- Nutzen Sie Pausen. Zum Beispiel, um das Gesagte zu verdauen und darüber nachzudenken. Für die Auszeit müssen Sie sich überhaupt nicht schämen. Schließlich geben sie später umso bessere Antworten.
- Belehren Sie nicht. Ein guter Zuhörer ist an langfristigen und gehaltvollen Lösungen interessiert, nicht an schnellen Effekten – noch weniger an solchen, die seinem Ego schmeicheln. Deshalb sollten Sie Ihre Ratschläge auch nur erteilen, wenn Sie darum gebeten werden. Alles andere wirkt latent aufdringlich und besserwisserisch. Zuhören dient einer wohlwollenden Beziehung, keiner Selbsttherapie.
- Halten Sie den öfter mal die Klappe. Und hören Sie immer länger zu als Sie reden! Menschen, die während einer Konversation weniger Airtime beanspruchen als Ihr Gegenüber, werden durchweg als bessere und intelligentere (!) Gesprächspartner empfunden.
via karrierebibel.de
